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Christopher Columbus beschrieb Jamaika als die schönste Insel, die
er jemals gesehen hatte. Die Heimat der Ruckhühner, des Reggaes und
der unendlich weißen Sandstränden, aber auch die Heimat eines
einzigartigen Kaffees.
“Blue Mountain“ ist eine der meist geschätzten
Kaffeesorten der Welt. Er wächst in den blauen Bergen im Westen der
Insel, deren Gipfel von feuchtwarmen Winden umspielt werden und von
denen einige die 2.200 Metermarke überschreiten.
Dieser Arabica Kaffee, der im 18. Jahrhundert aus Martinique
importiert wurde, wird auf den höchsten Berghängen kultiviert,
angebaut auf elegant arrangierten Terrassen mit fruchtbaren Böden
und von puren Wasserläufen bewässert im Schatten von Avocado und
Bananenbäumen.
Die Kaffeepflanze, die ursprünglich aus
Äthiopien kam, wurde zuerst 1717 im Französischen Ost Indien
angebaut. Praktisch alle Karibischen Kaffeesorten stammen von einer
einzigen Pflanze ab, die in jenem Jahr nach Hispaniola kam. 1728
führte ein Gouverneur namens Nicholas Laws den Kaffeeanbau in
Jamaika ein und zwar auf dem Temple Hall Gut. Aufgrund der
steigenden Nachfrage aus Europa, wo die Kaffeehäuser zunehmend an
Popularität gewannen, folgten viele Pflanzenzüchter seinem Beispiel.
Natürlich konnte damals keiner ahnen, dass der Jamaikanische Kaffee
eines Tages zur teuersten Sorte der Welt werden würde.
An den Wochenenden fahren die Bergfarmer voll
beladene Lastautos auf den Markt nach Kingston. Die Blue Mountain
Bohne hat eine grünlich blaue Färbung und wird in einem kleinen
Gebiet, aus etwa 6.000 Hektar bestehend, gezüchtet und in speziellen
weißen Holzfässern transportiert.
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