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Jemandem einen “cafezinho“ anzubieten ist in Brasilien weit mehr als
nur eine Tradition, denn es ist ebenso eine Geste,
um gute Wünsche zu vermitteln, die in ganz
Brasilien praktiziert wird: Vom Stadtdschungel Sao Paolos bis
hin in den Urwald des Amazonas. Der Kaffee wird hier stark gesüßt
und ohne Milch über den ganzen Tag verteilt getrunken. Brasilien ist
weltweit der größte Produzent und Exporteur von Kaffee.
Die Erfolgsgeschichte des Kaffees in diesem Land beginnt im Jahre 1727,
als der Kaffee durch Seargent-Major Francisco de Mello Palheta
eingeführt wird. Heute wird in Brasilien hauptsächlich Arabica
Kaffee angebaut und die Industrie beschäftigt 3,5 Millionen
Arbeitnehmer.
Dieses enorm große Land bringt eine mindestens
ebenso große Vielfalt an Kaffeesorten hervor. Eine der
Hauptanbaugebiete ist die Minas Gerais, deren Landschaft von langen
Stränden bis hin zu riesigen Metropolen alles abdeckt. Einige der
Plantagen beherbergen sogar kleine Museen, in denen die Geschichte
der Kaffeebohne rekonstruiert wird. Während des 18. Jahrhunderts
wuchsen viele Städte um die Kaffeeplantagen herum.
Ein Beispiel ist Piumhi in der Nähe des Serra
Canasta Nationalparks, welches die Quelle eines der größten Flüsse
Brasiliens hervorbringt, den Sao Francisco. Am besten kann man die
atemberaubende Natur und Landschaft dieser Region auf dem Rücken
eines Pferdes erkunden, während der beste Zeitpunkt um die Ernte der
Kaffeebohnen mitzuerleben der wundervolle Brasilianische Herbst ist. |